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Verzicht und die Vorfreude

Ab und an, wenn mein Kleiner eines seiner Schlafpäuschen einlegt, schnüffel ich ja in Foren zum Thema Abnehmen herum und derzeit finde ich oftmals noch eine Diät, die scheinbar einen wahren Hyp auslöst:

10in2

An sich funktioniert es einfach: Einen Tag, den sogenannten "Nuller" fastet man, es gibt nur Wasser, Tee und wer mag Kaffee. Am "Einser" dann darf alles gegessen werden was man will.

Begeisterte Menschen schreiben wie toll sie damit abnehmen, wie gut sie sich fühlen würden und wie toll diese Diät doch sei. Manche nehmen sich sogar vor, diese als Ernährungsform ewig weiter zu machen...

Meine Meinung dazu?

Ich finde es traurig. Traurig, weil es scheinbar für so viele einfacher zu sein scheint, nichts zu essen, anstatt ihre Ernährung zu überdenken. Außerdem finde ich es beinahe beängstigend, dass diese Diät, wenn man sie mal genauer überdenkt ein Bestrafungs-Belohnungs-System darstellt. Man fastet einen Tag, isst den nächsten alles was man so will (Kuchen, Schokolade, Deftiges aller Art) und "belohnt" sich doch irgendwie damit, dass man den Fastentag geschafft hat. Nach dem "Fresstag" (bitte verzeiht das ich es so nenne, aber ich finde es passend) kommt dann wieder die Abstinenz die dem Hirn doch suggressieren muss: "Das ist, weil du gestern so viel gegessen hast!"

Aber ist das nicht wieder einmal der Beweis, das Diäten auf Dauer zu manchmal Recht seltsamen Ernährungsweisen führen?

Statt sich mit Essen zu beschäftigen (nicht im übertriebenen Maße, aber doch soweit, dass der Verstand weiß, was günstiger für den Körper ist und was man lieber als "Leckeri" ansehen sollte), verzichtet man lieber ganz auf Nahrung und isst dann wieder das, worauf man verzichtet hat? Doch das hat man bei so vielen Diäten... Einmal sind Nudeln, Reis und Co. böse, dann wieder Fette, manchmal beides, wenn man es miteinander in einer Mahlzeit kombiniert.

Nun, Menschen sind aber nun einmal Allesesser. Wir sind keine Raubtiere, die sich ausschließlich von Eiweiß und Fett ernähren und wir sich auch keine Kühe, die Salate und Rohkost wiederkäuen. Unser Körper braucht eine gesunde Mischung aus allem.

Jedoch scheint man von Diät zu Diät immer mehr zu vergessen, dass das so ist. Und in dieser Spirale aus "verboten" und "du darfst" fühlen wir uns so miserabel, dass sich manche entscheiden, lieber ganz auf Essen zu verzichten, im Bewusstsein, dass man den nächsten Tag wieder alles reinschaufeln kann.

Ich finde das leicht paradox. Ich möchte auch diese Diät nicht probieren, selbst wenn ihre Anhänger von noch so tollen Abnahmen reden.

Ich mag mein Essen. Und ich mache mir lieber die "Mühe"(?) etwas bewusster zu essen, als darauf zu verzichten, damit ich am nächsten Tag bei Kuchen und Schokolade den Ruf des verblendeten Hirns, das da schreit "Du bist böse! Du wirst wieder fett werden!" nicht so laut höre.

 

 

11.7.13 08:51
 


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